Pfifferling Wermut Risotto

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Goldgelb schimmert er aus dem Boden: der Pfifferling. Wegen seiner Farbe nennt man ihn auch „Butterschwamm“. In den letzten Jahren sind sie immer seltener geworden wogegen sie früher wie Unkraut aus dem Boden schossen. Daher auch der Spruch: „Keinen Pfifferling wert“. Was will man aber nun mit ihnen anstellen? Auf alle Fälle nichts, wo sie nicht die Hauptrolle besetzen. Als Beilage viel zu schade und viel zu lecker. In einem schönen Cremigen Risotto, ach was will ich lange schwärmen, seht selbst:

Risotto mit Pfifferlingen, Wermut und Blaubeeren
Risotto mit Pfifferlingen, Wermut und Blaubeeren

Zutaten:

5                                     Schalotten
4EL                               Olivenöl
50g                               Butter
250g                            Risottoreis
2                                     Wacholderbeeren
100ml                         Wermut
200ml                         Weißwein
500ml                         Rinderfond
250g                            Pfifferlinge
60g                               Parmesan
0,5Bund                    Thymian
Blaubeeren
Meersalz
Pfeffer
Zitronensaft

 

Das Wichtigste bei der Zubereitung von Risotto ist die Zeit. Je mehr man davon mitbringt, desto geschmackvoller wird es am Ende.

  1. 200g Pilze werden geputzt, ganz wichtig: nicht gewaschen und anschließend klein geschnitten.
  2. Ohne Öl oder Butter kommen sie dann in einen heißen Topf. Dabei verkocht sich das ganze Wasser aus den Pilzen und übrig bleibt nur der reine Geschmack. Allerdings muss man aufpassen, dass die Pilze dabei nicht anbrennen, also ist ständiges Rühren angesagt. Nachdem das Wasser weggekocht ist, kommen die Pilze aus dem Topf in eine kleine Schüssel.
  3. In der Zwischenzeit werden die Schalotten klein gewürfelt. Mit Butter und Öl werden sie gedünstet bis sie glasig sind. Im Anschluss kommt der Risottoreis mit dem Wacholder dazu und wird ebenfalls gedünstet bis er glasig ist.
  4. Nun wird mit Wermut abgelöscht und so lange gewartet bis dieser komplett eingekocht ist. Das Gleiche wiederholt man nun mit dem Wein und erhitzt in der Zwischenzeit den Fond.
  5. Jetzt wird bei ganz kleiner Hitze nach und nach der Fond hinzugegeben, das ist der zeitaufwendige Teil des Ganzen. Aber auch der entscheidende Schritt.
  6. Ist der Fond eingekocht wird mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt und der Parmesan hin zugegeben.
  7.  Der Rest der Pfifferlinge wird mit Butter und Thymian angebraten und kommt dann gemeinsam mit ein paar Blaubeeren über das Risotto welches nach dem braten der Pfifferlinge angerichtet werden kann.

Dazu passt natürlich auch ein schönes kurz gebratenes Stück Rind oder Lamm. Allerdings kann man es genau so gut pur genießen.

Tipp:

  • Wenn du den Fond einkochen lässt, lasse das Risotto nicht zu trocken werden bevor du den Parmesan hinzu gibst. Durch die Feuchtigkeit bindet sich der Parmesan schöner und das Risotto bekommt eine schöne cremige Konsistenz.

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Hey Alex, das ist ja ein witziges Rezept! Risotto mit Wermut hört sich schon fantastisch an, dann auch noch Blaubeeren rein, finde ich absolut super. Das muss ich dringend ausprobieren!
    Konntest du noch regionale Pfifferlinge erhaschen? Auf unserem Heimatbesuch haben wir leider keine mehr bekommen. Die Steinpilze die wir anstatt hatten, waren aber auch grandios. Meinst du, in deinem Rezept könnte man die Pfifferling ebenfalls mit getrockneten Steinpilzen ersetzen?

    Danke für das tolle Rezept,
    Eva

    Ginger by Choice I food & lifestyle blog
    http://www.gingerbychoice.de

    1. Alex sagt:

      Hallo Eva,
      Danke dir für dein Positives Feedback.
      Als ich das Rezept geschrieben habe, hatte ich das Glück, tolle Regionale Pfifferlinge zu erhaschen.
      Mit Steinpilzen funktioniert das Rezept natürlich auch, wobei ich da auf alle Fälle die Blaubeeren weglassen würde.

      Liebe Grüße,
      Alex

      Alexgourmetlabor
      http://www.alexgourmetlabor.de

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